Fortbildung

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Qualifizierung im Kinderschutz

Das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) (SGB VIII) erweitert und präzisiert die Bestimmungen für Einrichtungen und Personen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Junge Menschen sind aktiv zu beteiligen, die Qualifikationen der Kinderschutzfachkräfte müssen expliziert werden.

Umfangreiche Erfahrungen in der Fortbildung von Fachkräften der Kinder– und Jugendhilfe in Fragen des Kinderschutzes (§§ 8 a/b SGB VIII / §4 KKG) bilden die Grundlage unserer Seminare für Jugendämter, Gemeinden und Institutionen. Je nach Umfang und Schwerpunktsetzung können die Seminare folgende Themen-Bausteine umfassen:

· Kindeswohlgefährdung und Familiendynamik

· Formen der Kindeswohlgefährdung

· Verfahren und Einschätzung der Kindeswohlgefährdung

· Kollegiale Beratung im Kinderschutz

· Zusammenarbeit mit Eltern

· Dokumentation und Vernetzung

Im Rahmen dieser Fortbildungen berücksichtigen wir die Vorgaben der  nationalen Kinderschutzzentren.
Baustein 1

Grundlagen des Kinderschutzes

  •  Grundbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in bestimmten Entwicklungsphasen und Folgen ihrer Vernachlässigung / Missachtung
  •  Familiensysteme und Dynamik konflikthafter Beziehungen - Risikobehaftete Lebenslagen von Familien
  •  Erziehungsfähigkeit: Elemente und Beobachtungen
  •  Begriffe: Vernachlässigung; Misshandlung; sexuelle Gewalt
  •  Risikoabschätzung / Gefährdungsabschätzung
  •  Übung zur Risikoabschätzung am Fallbeispiel

Baustein 2

Kinderschutz in Einrichtungen der Jugendhilfe

  •  Rechtliche Grundlagen des Kinderschutzes
  •  Aufgaben zum Kinderschutz in Regeleinrichtungen und anderen Institutionen
  •  Verhaltensbeobachtung / Instrumentarium der Beobachtung
  •  Verfahren der Gefährdungsabschätzung innerhalb der Institution
  •  Kontakt zu betroffenen Familien
  •  spezifische Problemlagen (psych. Krankheit / Sucht / Gewalt)
  •  Gestaltung von Gesprächen (und ggf. Hausbesuchen)
  •  Dokumentation von Prozessen im Verfahren nach § 8a

Baustein 3

Kinderschutzfachkraft

  •  Idealprofil der Kinderschutzfachkraft
  •  Grundlagen zur Zusammenarbeit der ieF mit Institutionen
  •  Haltungen und Risikobewusstsein im Kinderschutz
  •  Phasenmodell der Prozessberatung
  •  Übungen (1) zur Prozessberatung: Auftrag, Fallpräsentation, Nachfragen
  •  Übungen (2) zur Prozessberatung: Konfrontation, Objektivierung
  •  Übungen (3) zur Prozessberatung: Entscheidung; Schutzplan

Baustein 4

Netzwerkarbeit im Kinderschutz

  •  Wichtige Kooperationspartner
  •  Inhalte von Netzwerkarbeit
  •  Koordination von Netzwerken

Baustein 5

Kinderschutz bei psychischer Erkrankung in der Familie

  •  Die häufigsten psychischen Erkrankungen – Phänomenologie, Prävalenz
  •  Wirkungen psychischer Erkrankung der Eltern auf das Kind – Bedingungen einer Schädigung
  •  Präsentation von Fallbeispielen
  •  Arbeitsgruppen: Analyse und Auswertung der Fallbeispiele
  •  Spezifische Fragen zur Risikoabschätzung bei psychischer Erkrankung der Eltern
  •  Schutzfaktoren und ihre Bedeutung
  •  Schluss, Themenspeicher und Ausblick

Baustein 6

Nachweis der Fähigkeit zu selbständiger Fallarbeit

  •  Durchführung eines eigenen Beratungsfalls
  •  Erarbeitung eines Beratunhgsplans
  •  Dokumentation (12 Seiten), 
  •  Präsentation (20 Min.) und Fachdiskussion in der Gruppe

Diese Elemente bauen inhaltlich aufeinander auf. Jeder Baustein kann 1 bis 1,5 Tage beanspruchen. Die Bausteine 2 bis 5 haben je einen Schwerpunkt auf praktischen Übungen zu (auch mitgebrachten) Fällen, die auf der Grundlage der referierten Theorieinhalte in Arbeitsgruppen besprochen werden. Inhaltliche Anpassungen an spezifische Fragen und Zielgruppen sowie an vorhandene Vorerfahrungen sind möglich.


Praxisanleitung im Studium der Sozialen Arbeit

Eine gute Praxisanleitung von Studierenden der Sozialen Arbeit fördert insbesondere in jenen Studiengängen einen erheblichen Teil der zu erwerbenden Kompetenzen, die sich durch einen hohen Praxisanteil auszeichnen. Die Fortbildung soll Praxisanleiter/-innen die Möglichkeit geben, Modelle und Methoden von Praxisanleitung kennen zu lernen und zu reflektieren: Wie wird Praxisausbildung systematisch angeregt, begleitet und dokumentiert? Wie wird sie mit Theorieinhalten sinnvoll und handlungsorientiert verzahnt? 

Inhalte: Kompetenzmodell; Funktionen, Haltungen und Qualitätskriterien von Praxisanleitung; Anleitungsgespräche; Kooperationsmodelle Hochschule -  Einrichtung; Interessensausgleich und Konfliktmanagement; Instrumente; Leitfäden. 
 

Sie qualifizieren sich als Praxisanleiter/-in, insbesondere in Hochschul-Studiengängen, aber ggf. auch in anderen Bildungseinrichtungen.
Ziele:

  • Sie sehen die Notwendigkeit eines strukturierten Ablaufs der Praxis-phasen und arbeiten gezielt darauf hin. 
  • Als Anleiter/-innen nehmen Sie im Interessenkonflikt zwischen Einrichtung, Team, Hochschule und Praktikant/-in Stellung. 
  • Anleiter/-innen stellen sich dem Praktikant*innen sowohl als Fachpersonen wie auch als persönliche Berater/-innen im Praxisfeld zur Verfügung. 
  • Sie kennen die Instrumente zur Praxisanleitung und wenden diese an.
  • Die fachlichen Anforderungen der entsendenden Hoch-/ Fachschule sind ihnen bekannt. 


Eine gute Praxisanleitung fördert insbesondere in jenen Studiengängen 
einen erheblichen Teil der zu erwerbenden Kompetenzen, die sich durch 
einen hohen Praxisanteil auszeichnen. 

Diese Weiterbildung soll Praxisanleiter/-innen die Möglichkeit geben, 
Modelle und Methoden von Praxisanleitung kennen zu lernen und zu 
reflektieren. Dabei wird besonderes Gewicht auf die Fragen gelegt, wie 
Praxisausbildung systematisch angeregt, begleitet und dokumentiert 
werden kann und wie sie mit Theorieinhalten sinnvoll und handlungsorientiert verzahnt werden. 

Fachvorträge

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Wir arbeiten laufend an einigen zentralen Themen auf den Fachgebieten Jugendpsychiatrie, Kinder– und Jugendhilfe, Kinderschutz sowie Ehescheidungsproblematik.

Entsprechend stehen wir als Fachreferent/in zu unterschiedlichen Anlässen und Zielsetzungen zur Verfügung.

Auf Anfrage bearbeiten wir auch spezifische Fragen aus den genannten und angrenzenden Fachbereichen.

Einige Beispiele für gehaltene Fachvorträge aus der letzten Zeit finden Sie hier.

Forschung

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Im Rahmen von praxisorientierten Projekten bieten wir wissenschaftliche Begleitung und Evaluation an. Eine themenangemessene Datenerhebung sowie praxisbegleitende Beratung haben dabei besonderes Gewicht.Bisher haben wir unterschiedliche Projekte im Bereich der Stadtteilarbeit, in verschiedenen Formen der Erziehungshilfen, in psychiatrienahen Interventionsformen sowie im Kontext der Ehescheidung wissenschaftlich begleitet. Projekte sind in der Regel längerfristig und kommunikativ angelegt. Beispiele durchgeführter Projekte finden Sie hier!

Psychologische Beratung und Psychotherapie

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Elternberatung kann in Erziehungsfragen eine wichtige Stütze und Orientierung darstellen
Ebenso bietet M. Junker-Moch Psychotherapie für Erwachsene im Rahmen des C.G.Jung-Instituts Stuttgart an. Anmeldung hier.